Mit Stirnlampen durch das nächtliche Engadin

Curdin Perl und Annina Iseppi-Berri heissen die Sieger des ersten Engadin Nachtlaufs. Die beiden Engadiner gewannen das Rennen über 17 Kilometer von Sils nach Pontresina, welches zum grössten Teil im Regen ausgetragen wurde. Der Stimmung tat das keinen Abbruch: An der Strecke wurden sie von vielen hundert Zuschauern angefeuert.

Der Vollmond hatte am Donnerstagabend das Nachsehen: Der erste Engadin Nachtlauf fand zum grössten Teil im Regen statt. Die 462 Langläuferinnen und Langläufer machten sich deshalb mit eingeschalteten Stirnlampen auf den Weg über die Seen und durch die Wälder des Oberengadins. Am Ziel schwärmten sie von der ruhigen und kameradschaftlichen Atmosphäre im Feld und von der Unterstützung durch Zuschauer und Musikformationen.

Zwischen den Ortschaften war der erste Engadin Nachtlauf ein Lauf der Stille: Fast mystisch habe sich die Loipe präsentiert, sagten viele Teilnehmer. Der Regen störte die Stimmung kaum: Zuschauer und Läufer liessen sich vom nassen Wetter nicht stören. 429 Teilnehmer erreichten schliesslich das Ziel in Pontresina.

 

Gegen Mittag wurden die Startnummern knapp

Überrascht und erfreut zeigten sich die Organisatoren vom Meldeergebnis: «Obwohl absehbar war, dass es ein nassen Abend würde, haben sich am Donnerstag noch 100 Leute angemeldet», strahlte Marathon Geschäftsführer Menduri Kasper. «Gegen Mittag wurden die Startnummern knapp und wir mussten auf einen Reserveposten an Marathon-Nummern zurückgreifen.» Insgesamt habe die Organisation sehr gut funktioniert, resümierte Kasper. An neuralgischen Stellen waren Beleuchtungen angebracht worden und viele Dutzend Helfer sorgten dafür, dass auf der nächtlichen Route alles klappte. Der Anlass verlief unfallfrei.

Sieger Curdin Perl aus Pontresina lobte die Organisation und die Stimmung des ersten Nachtlaufs. Das Laufen in der Nacht sei ein grossartiges Erlebnis gewesen, obwohl er ein paar Mal durch Unebenheiten überrascht worden sei, sagte Perl im Ziel. Nach seinem völlig verpatzten 50-Kilometerlauf an der WM in Lahti habe ihm dieser Spass richtig gut getan und er freue sich nun richtig auf den Engadin Skimarathon vom Sonntag.


Weitere Höhepunkte der Engadiner Marathonwoche

Eröffnet worden war die Engadiner Marathonwoche am vergangenen Sonntag mit dem 18. Frauenlauf. Das Rennen fand bei besten Bedingungen statt und 979 Läuferinnen erreichten das Ziel in S-chanf.

Am Freitagabend geht die Marathonwoche mit dem nächsten Highlight weiter: Junioren und Eliteläufer starten zum 37. Nachtsprint in St. Moritz, zu dem sich mehrere Weltklasseathleten aus Norwegen, Frankreich und der Schweiz eingeschrieben haben.

Zum Höhepunkt am Sonntag werden dann rund 13'000 Teilnehmer erwartet: Der 49. Engadin Skimarathon soll bei schönem Wetter stattfinden. Nachmeldungen sind bei der Startnummernausgabe noch bis Samstag, 17:00 Uhr möglich.

 

Bilder: Gratis-Download von flickr.com

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Engadin Skimarathon Quadratscha 18 CH-7503 Samedan
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