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Ein Einheimischer gewinnt den Engadin Skimarathon 2015

Der in S-chanf (GR) lebende Russe Ilia Chernousov gewinnt in einem Fotofinish den 47. Engadin Skimarathon 2015 vor dem Franzosen Robin Duvillard und dem Schattdorfer Roman Furger (SUI). Bei den Damen setzt sich die Französin Anouk Faivre Picon gegen die Vorjahressiegerin Riitta-Liisa Roponen (FIN) und die Amerikanerin Caitlin Gregg durch. Bei strahlendem Sonnenschein, aber kalten Bedingungen, bleiben beide Sieger rund zehn Minuten über der Rekordzeit.

Ilia Chernousov lief seinen ersten Sieg am Engadin Skimarathon sprichwörtlich «nach Hause»: Der Russe lebt mit seiner Frau, der Biathletin Selina Gasparin und der neu geborenen Tochter im Zielort S-chanf. Der Sieg am «Engadiner» bedeutet ihm deshalb besonders viel, sagte er nach dem Rennen. Zu Beginn des schnellen Laufs hatte er einen Stock gebrochen, konnte den Anschluss an die Spitze aber dennoch halten. In der Einfahrt zum Zielgelände lag er an dritter Stelle, als es unmittelbar hinter ihm zu einem Massensturz kam, in den er aber zum Glück nicht verwickelt wurde. Im Schlussspurt schenkte ihm der Franzose Robin Duvillard nichts: es kam zum Fotofinish, den der Einheimische mit einem minimalen Vorsprung von nur einer Zehntelsekunde für sich entschied.

Ebenfalls erst auf der Ziellinie fiel der Entscheid bei den Frauen: Die als Favoritin gehandelte Finnin Riitta-Liisa Roponen unterlag im Duell zweier ehemaligen Siegerinnen. Roponen hatte die beiden letzten «Engadiner» gewonnen, Anouk Faivre Picon war 2012 als Siegerin in S-chanf eingelaufen. Im Ziel gratulierte die Finnin ihrer Bezwingerin besonders herzlich: Die Französin hatte 15 Kilometer vor dem Ziel einen Stockteller gebrochen und war mit dem beschädigten Stock dennoch bis ins Ziel gelaufen. In der Dreiergruppe der Damenspitze sei ihr einfach keine Zeit für einen Stockwechsel geblieben, sagte sie trocken dazu.

13’331 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – das drittgrösste Feld in der Geschichte des Engadin Skimarathon – profitierten von sehr guten äusseren Bedingungen. Das Rennen begann bei tiefen Temperaturen; statt des erhofften Rückenwindes wehte aber leichter Nordwind. Das Rennen war schnell, von den Rekordzeiten waren die Besten am Ende aber rund 10 Minuten entfernt.

Medizinischer Notfall

Kurz nach dem Start erlitt ein 67-jähriger Teilnehmer einen Herz-Kreislaufstillstand und musste reanimiert werden. Der Mann aus dem Kanton Zürich konnte nach sofortiger Reanimation durch das mitfahrende Sanitätsteam und durch die nur wenige Minuten später eintreffende REGA stabilisiert und ins Kantonsspital Chur überflogen werden, wo er nun weiterbehandelt wird. Das OK des Engadin Skimarathon bedauert dieses Ereignis sehr und wünscht dem Athleten gute Genesung. Mit Rücksicht auf den Patienten und dessen Familie können keine weiteren Angaben gemacht werden.