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Norwegen am Engadin Nachtsprint nicht zu schlagen

Even Northug und Mari Eide gewannen den stark besetzten Engadin Nachtsprint St. Moritz. Zwei Tage vor dem Engadin Skimarathon setzten sich die beiden Norweger am Freitagabend in spannenden Finalläufen durch. Lichtblick aus Schweizer Sicht war die Davoserin Alina Meier auf Platz zwei der Frauen. Rahel Imoberdorf, Jöri Kindschi und Roman Furger schafften es unter dem klaren Engadiner Abendhimmel zwar in die Finals, blieben dort aber chancenlos.

Er hoffe auf eine Sprintentscheidung im Marathon vom Sonntag, lachte Even, der jüngste der drei Northug-Brüder nach seinem Sprintsieg am Freitagabend im St. Moritzer Kurpark. In seinem Finallauf war der 21-jährige seinem Landsmann Eirik Bransdal überraschend überlegen. Bransdal war der Topfavorit gewesen – erst am Mittwoch hatte er den Weltcup-Sprint im norwegischen Drammen gewonnen. Hinter den beiden Norwegern rangierten sich die Franzosen Valentin Chauvin und Bastien Buttin vor den beiden Schweizern Roman Furger und Jöri Kindschi. Furger hatte im Finallauf gut mitgemischt, bevor er an dritter Stelle liegend stürzte und alle Hoffnungen auf einen Podestplatz begraben musste.

Bei den Frauen wurde die Norwegerin Mari Eide den hohen Erwartungen gerecht. Im Finallauf liess sie nichts anbrennen und verwies das Feld auf die Plätze. Hinter ihr schaffte es die junge Davoserin Alina Meier überraschend auf den zweiten Platz. Meier lag in der ersten Runde des Finallaufs noch ganz hinten im Feld, schob sich dann aber geschickt in die vordersten Reihen und verteidigte den zweiten Platz knapp gegen die Deutsche Elisabeth Schicho. Nach dem Lauf konnte die Bündnerin ihr Glück kaum fassen. Rahel Imoberdorf schaffte zwar die Finalqualifikation, die Walliserin konnte aber nie in die Entscheidung eingreifen.

Neben den Eliteathleten kämpften Jugendliche aus der Region um Rang und Ehren. Bei den Mädchen gewannen Nina Cantieni (Samedan, U10), Fiona Triebs (Zernez, U14) und Nadja Kälin (Samedan, U16). Bei den Knaben waren Mario Fröhlich (Ftan, U10), Noe Näff (Scuol, U10) und Jovin Gruber (Davos, U16) siegreich und wurden von hunderten von Zuschauern gefeiert.

Am Sonntag findet die Engadiner Marathonwoche mit dem Engadin Skimarathon ihren Abschluss. Wie schon beim Sprint dürfen sich Norwegen, Frankreich und die Schweiz wohl die grössten Hoffnungen auf einen Sieg machen. Aus Schweizer Sicht könnten zwei Trümpfe stechen, die heute im Final glücklos blieben: Rahel Imoberdorf gehört ebenso zu den Favoriten wie Roman Furger. Ob Even Northug am Sonntag in die Sprintentscheidung eingreifen kann, bleibt zumindest offen.

 Der Engadin Nachtsprint St. Moritz ist eine Veranstaltung von St. Moritz Sport in Zusammenarbeit mit dem Engadin Skimarathon.